Make-up Firma Lancôme |
Rückschläge musste der Konzern vor allem in osteuropäischen Ländern wie Russland und der Ukraine hinnehmen, während er in Märkten wie Asien oder Lateinamerika zulegen konnte. Gefragt war vor allem Luxuskosmetik, zu der bei L'Oreal Marken wie Lancome, Kiehl's oder Giorgio Armani gehören.
An der Börse verlor die Aktie am Mittwochmittag 1,77 Prozent auf 75,65 Euro. Händler und Analysten beurteilten das Zahlenwerk überwiegend skeptisch. Nomura-Experte Guillaume Delmas beispielsweise sieht die Margen-Ziele des Konzerns in Gefahr. L'Oreal habe die Marketingaufwendungen hoch gefahren, aber noch keine Marktanteile in größerem Umfang gewonnen, schrieb der Analyst in einer Studie.
Eva Quiroga von der Schweizer Großbank UBS verwies darauf, dass L'Oreal im ersten Halbjahr bereits in fast allen Sparten sinkende Margen verzeichnet habe. Celine Pannuti von JPMorgan glaubt hingegen, dass der bestätigte Ausblick des Unternehmen auf eine positivere Dynamik in der zweiten Jahreshälfte hoffen lasse. Angesichts der Bewertung der Aktien auf historischen Tiefstständen seien die Titel für langfristige Anleger attraktiv.
L'Oreal verspricht für das Gesamtjahr nach wie vor eine bessere Entwicklung als der Gesamtmarkt. Die Profitabilität soll zunehmen. Konzernchef Jean-Paul Agon stellte zudem während einer Konferenz am Mittwoch Zukäufe in Aussicht. "Wir sind sehr offen dafür", sagte Agon. Der Konzern hat Barreserven in Höhe von 1,25 Milliarden Euro.