Beiersdorf Zentrale (Photo Beiersdorf) |
Bereinigt um die Sondereffekte stieg der Gewinn 2010 allerdings auf 409 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) vor Sonderfaktoren legte im Gesamtjahr um 19 Prozent auf rund 697 Millionen Euro zu. Beim Umsatz verbuchte Beiersdorf ein Plus von 7,7 Prozent auf 6,19 Milliarden Euro. Getragen wurde das Wachstum vom Klebergeschäft Tesa, das nach den Rückgängen im Krisenjahr 2009 nun besonders stark vom Wirtschaftsaufschwung profitiert und dem anteilig am Umsatz viel größeren Pflege- und Kosmetikgeschäft damit den Rang abläuft.
Beiersdorf hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, den bereits seit einiger Zeit laufenden Umbau des Pflegegeschäfts zu forcieren. Das bedeutet, dass die Sortimente, die gut laufen, wie Cremes, Deos oder Duschgele, weiter gestärkt und umsatzschwache Produkte aussortiert werden. So wird es zum Beispiel in Deutschland in absehbarer Zukunft keine Make-up-Artikel der Marke Nivea mehr geben.
Für das laufende Geschäftsjahr bedeutet die Neuausrichtung mit den damit verbundenen Investitionen, dass der Gewinn niedriger ausfallen wird. Erst 2012 soll das Ergebnis wieder das Niveau von 2010 erreichen. Der Umsatz soll im laufenden Jahr allerdings stabil bleiben./she/stw/ck